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HANS IM GLÜCK December 7, 2008

Filed under: Stories — yana626 @ 8:57 am

Hans hatte seinem Herrn sieben Jahre treue gedient und erhielt als Lohn einen Klumpen Gold, der so groβ war wie sein Kopf. Als er nun mit dem schweren Goldklumpen auf der staubigen straβe heimwärts wanderte, sah er einen Reiter und seufzte: “Ach… das Reiten ist doch etwas Schones..!” Das hörte der Reiter und sagte: “Wollen wir nicht tauschen? Du gibst mir das Gold und nimmst mein Pferd dafür.” Hans war damit zufrieden und setzte sich fröhlich auf das Pferd. Als aber das Pferd zu galoppieren began, lag Hans bald im Straβengraben. Ein Bauer, der mit einer Kuh daherkam, hielt das Pferd an. Hans war ärgerlich und meinte: “So… eine Kuh ist doch besser, die geht langsam, und gibt auch noch Milch!” Der Bauer bot ihm einen Tausch an; Hans bekam die Kuh, und der Bauer ritt auf dem Pferd eilig davon. Sehr zufrieden, wanderte Hans mit seiner Kuh weiter. Mittags, bekam er Durst, und wollte sie melken, aber sie gab ihm keinen Tropfen Milch, sondern nur einen Schlag mit dem hinterfuβ. Das sah ein Metzger, der ein Schwein auf seinem Wagen hatte und sagte: “Die Kuh ist zu alt, die kann man höchstens noch schlachten!” Weil Hans aber lieber Schweinefleisch als Rindfleisch aβ, so tauschte er seine Kuh gegen das Schwein und führte es neben sich.

         

Dann, traf er einen Bauernburschen mit einer Gans und erzählte diesem, wie gut er heute getauscht habe. Der Bursche sagte: “Ich glaube… dein Schwein ist im Nachbardorf gestohlen worden, die Polizei sucht den Dieb! Nimm lieber meine Gans und gib mir das Schwein!” Und Hans, der Angst bekommen hatte, war einverstanden.

         

Als er mit seiner Gans ins nächste Dorf kam, traf er einen Scherenschleifer. Der hörte von den Vorteilhaften Tauschgeschäften, die Hans gemacht hatte, und gab Hans einen alten Wetzstein für die Gans. “Wenn du ein Schrenschleifer bist wie ich, hast du immer Geld in der Tasche,” sagte er zu Hans. Glücklich wanderte Hans weiter.

         

Aber der Stein war schwer und druckte ihn. An einem Brunnen, wollte er trinken, und legte den Wetzstein auf den Brunnenrand. Aber, als er sich bückte, stieβ er aus Versehen den Stein in den Brunnen. Da dankte er Gott, daβ er ihn von dem schweren Stein befreit hatte. “Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt…!!” rief er und wanderte mit leichtem Herzen und frei von aller Last nach Haus zu seiner Mutter.

 

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